Abkommen zwischen der SDF und der syr. Übergangsregierung
ANF, Bericht vom 2. Februar 2026
Das vergangene Woche vereinbarte Abkommen zwischen den Demokratischen Kräften Syriens (QSD = SDF) und der syrischen Übergangsregierung in Damaskus ist am Montag offiziell in Kraft getreten. Es sieht eine schrittweise Integration militärischer, administrativer und ziviler Strukturen der Selbstverwaltung in den Staat vor.
Zentrale Punkte des Abkommens beinhalten die Punkte:
• Sicherheit: Die Truppen ziehen sich von den bisherigen Frontlinien zurück. In Hesekê bleibt eine QSD-Division mit drei Brigaden stationiert, in Kobanê eine Brigade. Die YPJ bleiben Teil der QSD. Die Asayîş-Strukturen bleiben bestehen und werden offiziell anerkannt. Zusätzlich werden Einheiten des syrischen Innenministeriums punktuell eingesetzt.
• Bildung: Abschlüsse aus Nord- und Ostsyrien werden staatlich anerkannt. Kurdisch gilt als Muttersprache; über die schulische Umsetzung wird weiter verhandelt.
• Binnenvertriebene: Die Rückkehr nach Efrîn, Aleppos kurdische Stadtteile Şêxmeqsûd und Eşrefiyê sowie weitere Städte wird vorbereitet und mit Sicherheitsgarantien begleitet.
• Verwaltung: Staatliche Behörden erhalten Präsenz, die bestehenden lokalen Verwaltungen bleiben unangetastet – einschließlich des genderparitätischen Doppelspitzensystems. Sêmalka bleibt offen. Kobanê wird Aleppo zugeordnet, bleibt kommunal jedoch autonom.
• Politik: Der Dialog über Verfassung, Wahlen und institutionelle Koordination wird fortgeführt. Präsidialdekrete dürfen bestehende Rechte nicht aushebeln.
Internationale Reaktionen: Zustimmung und Erwartungen
Mehrere Staaten und Organisationen, darunter die Vereinten Nationen, die USA, Frankreich, Großbritannien, Ägypten und Saudi-Arabien, begrüßten das Abkommen ausdrücklich. Sie bewerteten es als „wichtigen Schritt zur Deeskalation in Nord- und Ostsyrien“ und riefen beide Seiten zur konsequenten Umsetzung und Wahrung des Waffenstillstands auf.
Ergänzung vom Auslandsreporter:
Hoffen wir, dass sich alle Seiten an das Abkommen halten und die Entwicklung intensiv beobachtet wird