6. August Hiroshima-Tag, 17.30
81. Jahrestag
Wir gedenken der Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945
Das Friedensforum Neumünster lädt aus diesem Anlaß zu einer Veranstaltung mit Musik und einer Lesung von Texten und Gedichten aus der japanischen "Atombomben-Literatur". Wir bringen Ihnen eine kleine Auswahl aus diesen Texten durch unsere Lesung zur Kenntnis.
Es spricht auch Oberbürgermeister Tobias Bergmann.
Im "Amphitheater" in der Teichanlage hinter der Stadthalle.
Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki verursachten mehr als 200.000 Todesopfer unmittelbar nach der Explosion und weitere Hunderttausende an den Spätfolgen; an den Überlebenden verursachten sie unermessliches Leid. Trotz dieser Erfahrungen haben Autoren, die in diesen Städten die Abwürfe überlebten, schon unmittelbar danach Gedichte und andere literarische Texte über das Erlebte verfasst. Im Bewusstsein ihrer Aufgabe als Autoren sahen sie sich verpfichtet, das Geschehen aufzuzeichnen und zu überliefern und gleichzeitig ihrem Wunsch nach Wiederherstellung der Würde des Menschen Ausdruck zu verleihen. Diese so gen. „Atombomben-Literatur" konnte erst Jahre später veröffentlicht werden, weil die amerikanische Besatzungsmacht in Japan die literarische Behandlung der durch die Atombomben verursachten Schäden praktisch verboten hat. Informationen über Hiroshima und Nagasaki waren nach deren Meinung „geeignet, Misstrauen und Hass gegen die Alliierten Besatzungstruppen zu erzeugen“.
Noch heute scheuen die Atomwaffenstaaten, dass das wahre Ausmaß eines Atombombenabwurf einer breiten Öffentlichkeit bekannt und bewusst wird. So haben sie bei der Überprüfungs-Konferenz des Atomwaffensperrvertrag im Mai 2026 in New York mit all ihrer Macht verhindert, dass die katastrophalen humanitären Folgen eines Atombombenabwurfs im Schlusskommuniqué überhaupt erwähnt werden.