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23.01.26 : 5 Jahre UN-Atomwaffenverbotsvertrag: öffentlicher Sekt-/Saft-Empfang

5 Jahre UN-Atomwaffenverbotsvertrag: Aktion in Neumünster für eine atomwaffenfreie Welt
 
Zur Feier des 5. Jahrestages des Inkrafttretens des UN-Atomwaffenverbotsvertrages am 22. Januar 2021 lädt das Friedensforum Neumünster zu einem öffentlichen Sekt-/Saft-Empfang am Freitag, 23. Januar, von 11 bis 13 Uhr, auf dem Großflecken vor der Buchhandlung Krauskopf ein. Mit Infomaterial können sich Bürgerinnen und Bürger über die atomaren Gefahren und den Verbotsvertrag informieren.
 
Die Stadt Neumünster ist dem von Hiroshima aus gegründeten Städtebündnis „Mayors for Peace“ beigetreten und unterstützt auch den ICAN-Städteappell, mit dem die Bundesregierung aufgefordert wird, dem Atomwaffenverbotsvertrag beizutreten. „ICAN, die Internationale Kampagne zur Abschaffung aller Atomwaffen (International Campaign für Abolish Nuclear Weapons), hatte 2017 den Friedensnobelpreis erhalten. Das Friedensforum Neumünster fordert von der Stadt, den ICAN-Appell an die Bundesregierung zum 5. Jahrestag zu erneuern und zu bekräftigen. „Das Friedensforum hat Herrn Oberbürgermeister Bergmann deshalb zu einem Grußwort eingeladen“, teilt Joachim Schöder vom Friedensforum Neumünster mit.
 
Vor dem Hintergrund, dass Atombomben unendliches Leid auch und gerade bei der Zivilbevölkerung verursachen und u.U. die ganze Welt unbewohnbar machen, verbietet der UN-Atomwaffenverbotsvertrag den Mitgliedstaaten, Atomwaffen zu testen, zu entwickeln, zu produzieren, zu besitzen oder auf dem eigenen Boden zu stationieren. Inzwischen haben 99 Staaten weltweit diesen völkerrechtlich verbindlichen Vertrag unterschrieben, ratifiziert oder sind ihm beigetreten. Das sind mehr als die Hälfte aller UN-Staaten! Dies unterstreicht die Notwendigkeit, Atomwaffen völkerrechtlich zu ächten. „Auch wir in unserer Stadt bekennen uns ausdrücklich für ein Atomwaffenverbot, meint Joachim Schröder, Sprecher des Friedensforums.
 
„In Büchel, in der Eifel, lagern etwa 15 US-Atombomben. In einem Kriegsfall werden diese Atombomben von Bundeswehrpiloten an ihre Zielorte geflogen“, erläutert Schröder.
 
Das Friedensforum fordert den Abzug dieser Atomwaffen, die Aufgabe der nuklearen Teilhabe in der NATO und den Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag.
 
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