Friedensdialog fand trotz kaltem Winterwetter am 9. Januar statt.
Venezuela oder schon Grönland?
Im eisigen Ostwind standen Mitglieder des Friedensforums zur Marktzeit zu ihrer ersten Mahnwache gegen Krieg und Unrecht. Anlass war der völkerrechtswidrige Überfall der USA auf das an Erdöl reiche Venezuela mit Entführung und Verschleppung des Präsidentenehepaares in die USA und die Kaperung von Tankern mit venezolanischem Schweröl in internationalen Gewässern. „Was wir gerade erleben, ist nichts anderes als Imperialismus pur, mit dem sich die US-Regierung die Ressourcen des gesamten amerikanischen Kontinents bis hinauf nach Grönland einverleiben möchte, ein neues kolonialistisches Zeitalter. Was Trump nicht mit wirtschaftlichem Druck und Korruption, mit Bestechung oder Einschüchterung erreichen kann, setzt er mit militärischer Gewalt durch. Krieg zur Durchsetzung politischer Ziele mit anderen Mitteln, Bellizismus!“ Das Friedensforum betont hingegen immer wieder: „Krieg ist nie die Lösung, darf es nicht sein!“ Der eisige Wind erinnerte die Friedensaktivisten an die Frage, welches Land wohl das nächste Opfer der imperialistischen US-Politik sein wird. Vermutlich Grönland, wie MdB Ralf Stegner kürzlich im Holsteinischen Courier zitiert wurde. Wegen einer Klausurtagung der SPD-Fraktion in Berlin konnte Stegner der Einladung des Friedensforums zur Mahnwache in Neumünster nicht folgen. „Sonst gerne, vielleicht beim nächsten Mal“, war sein Gruß an die hiesigen Friedensaktivisten.